Buchrezensionen Team Bellini

Buch-rezension von Daniela

«Eine Achterbahn der Gefühle.»

Der neue Roman der isrealischen Autorin von «Löwen wecken»:

Lilach Schuster hat alles: ein Haus mit Pool im Herzen des Silicon Valley, einen erfolgreichen Ehemann und das Gefühl, angekommen zu sein in einem Land, in dem man sich nicht in ständiger Gefahr wähnen muss wie in ihrer Heimat Israel. Doch dann stirbt auf einer Party ein Mitschüler ihres Sohnes Adam. Je mehr Lilach über die Umstände des Todes erfährt, desto größer wird ihr Unbehagen: Ist es möglich, dass Adam irgendwie damit in Verbindung steht?

Gundar-Goshen schreibt spannend und kann die Personen meisterhaft beschreiben. Sie nimmt uns mit in emotionale Tiefen, der Roman ist eine Achterbahn der Gefühle und der Psychologie. Als Mutter konnte ich mich in die Ängste hinein versetzen und doch war mir vieles fremd. Spannend bis zur letzten Seite! 

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«Wo der Wolf lauert» von Ayelet Gundar-Goshen
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Buch-rezension von Carolin

«Drei Frauen auf einem Hof – im Kampf um Selbstbestimmung, Anerkennung und Freiheit.»

Für die alte Großbäuerin Lisbeth gibt es nichts Wichtigeres als den Hof, sein Erhalt ist ihr Lebenssinn. Nie hat sie die damit verbundenen Pflichten hinterfragt. Doch mit Schwiegertochter Marlies kommt eine neue Frau ins Haus, die keineswegs klaglos und ohne eigene Wünsche das Leben einer Bäuerin führen will. Das Kaufhaus in der nächsten Stadt wird für Marlies zum Sehnsuchtsort im Wirtschaftswunderdeutschland, arbeiten möchte sie dort, einen Jagd- und Traktorführerschein machen, das Leben soll doch mehr zu bieten haben.

Die beiden Frauen tragen fortan stille Kämpfe aus, um Haushaltsführung, um Kindererziehung. Doch eigentlich werden viel größere Dinge verhandelt: Lebensmodelle, Vorstellungen vom Frausein, vom Muttersein. Und doch ist da ein verbindendes Element: Marlies› Tochter Joanna, die ihren ganz eigenen Weg geht und nach dem Abitur nach Namibia aufbricht …

Ute Mank schafft es mit ihrer klaren Sprache, ihren kurzen Sätzen, alles auszudrücken, was in diesen 3 Frauenleben passiert, ohne, dass diese manchmal selbst die Sprache dafür haben. Alle 3 Frauen waren mir so nah, keine schneidet schlecht ab, wenn auch oberflächlich betrachtet es leicht fallen würde, einer Frau den Vorzug zu schenken. Das Buch hat mich persönlich als Tochter und Enkelin zutiefst berührt. Der ausserordentlich gut gewählte und passende Buchtitel „Wildtriebe“ erschliesst sich ab dem ersten Drittel des Buches immer stärker und intensiver ohne einmal kitschig dabei zu werden. Das Buch zeigt mir, wie oft wir Frauen uns immer wieder, und oft auch in unseren nächsten familiären Beziehungsgeflechten im Weg stehen können und wie stark wir sein könn(t)en, wenn wir Worte füreinander und miteinander finden, die unsere Welten offenlegen und uns damit näher bringen

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«Wildtriebe» von Ute Mank
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Buch-rezension von Sandra

«Von Frauen, deren Souveränität stets aufs Neue infrage gestellt wird – und von den Lügen, die wir gerade den Menschen erzählen, die uns am nächsten stehen.»

Ruths Mann, Ludwig, ist vor drei Jahren bei einem Skiunfall gestorben. Inzwischen sind die Kinder mehr oder weniger selbständig, und Ruth hat sich im Landhaus der Familie einigermaßen mit ihrem Leben als alleinstehende Frau arrangiert. Wobei ihre Erinnerung an Ludwig von einem Schatten getrübt wird, denn zur Zeit seines Todes hatte er eine Affäre und hätte Ruth womöglich verlassen. Diese Tatsache, die nur Ruths engste Vertraute kennen, spießt eines Tages der anonyme Verfasser einer Facebook-Nachricht auf. Und es bleibt nicht bei dieser einen verletzenden Nachricht. Weitere folgen, landen auch bei Freundinnen und Freunden, Verwandten, Auftraggebern. Ruth ist nicht nur erschüttert von diesen indiskreten Nachrichten, sondern auch von der Tatsache, dass nicht alle ihr wichtigen Menschen die Sache ernst nehmen oder ihr zumindest glauben.Doris Knecht schreibt über eine Frau, die plötzlich zur Verfolgten wird, und erweist sich einmal mehr als virtuose Skeptikerin zwischenmenschlicher Beziehungen.

Dieses Buch erzählt authentisch, erschreckend plausibel und mit traurigem Unterton davon, dass es auch im 21. Jahrhundert und nach #MeToo für eine Frau nicht immer leicht ist, Gehör und Vertrauen zu bekommen, selbst von ihrer engsten Umgebung.

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«Die Nachricht» von Doris Knecht
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Buch-rezension von Urs

«Eine unvorhersehbare Geschichte mit tragischen Ereignissen und vielen Geheimnissen.»

Hanna Duncker ist zurück auf Öland. Hier in ihrer Heimat kennt man sie nur als die Tochter von Lars Duncker, dem Mann, der vor sechzehn Jahren einen grausamen Mord beging. Inzwischen ist Hanna diejenige, die Verbrecher jagt. Ihr erster Fall auf Öland: Ein toter Teenager, mitten in der Nacht erstochen an einem beliebten Ausflugsziel. Und niemand kennt seine Mutter besser als Hanna. Die Ermittlungen werden für Hanna zu einer Abrechnung mit ihrer eigenen Jugend, und Nachforschungen im Fall ihres Vaters reissen alte Wunden auf. Nicht alle sind froh darüber, dass die Tochter von Lars Duncker zurückgekehrt ist.

Johanna Mo beschreibt die Gedanken und das Gefühlsleben der Protagonisten mit viel Liebe fürs Detail. Wir lesen also keinen Actionthriller mit einer sich überschlagenden Handlung, sondern eine Geschichte, die eher einem Entwicklungsroman gleichkommt. Das gilt insbesondere für Joel, dessen Ängste und Zweifel eines 15jährigen die Autorin akribisch aufrollt. Auch die Trauer seiner Mutter nach dessen Tod und die komplizierte Beziehung zwischen dieser und Hanna mit ihrer belastenden Vergangenheit werden ausführlich thematisiert. Ein lesenswertes Psychogramm einer heutigen Lebensgemeinschaft auf der Insel Öland und für alle, die weniger an „Action“ interessiert sind als an der Befindlichkeit von Tätern und Opfern.

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«Nachttod » von Johanna Mo
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Buch-rezension von Chantal

«Zum schmunzeln, mitfiebern und geniessen»

Eins ist Luzy sonnenklar: Wenn sie nach den Ferien in die fünfte Klasse kommt, wird sie ganz sicher nicht mehr die Stille sein, sondern allen zeigen, wie sie in Wirklichkeit ist – lustig, schlagfertig und einfallsreich! Als ihr am ersten Ferientag Jannis mit seinem Esel Tzatziki in der Einkaufsstraße über den Weg läuft, ist das der Beginn eines großen Abenteuers. Denn Jannis› Familie kommt aus Griechenland und ist neu in die Stadt gezogen – samt dem Esel Tzatziki. Und für den muss dringend ein Zuhause gefunden werden. Weil das mitten in der Stadt natürlich eine knifflige Angelegenheit ist, hängt plötzlich alles von Luzy ab, und sie muss beweisen, was in ihr steckt ?

Das ideale Buch für den Sommer. Ein Wohlfühlbuch mit sprudelndem Humor und ein starkes Mädchen, das zeigen muss, was in ihr steckt.

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«Ein Sommer wie sprudelnde Limonade» von Kristina Kreuzer
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