Buchrezensionen Team Bellini

Buch­rezension von Urs

«Wissen als Macht in der globalisierten Welt. Gute Reise mit dem neuen Indiana Jones!»

Geschafft! Leon Gärtner hat den Masterabschluss in der Tasche, und als ihm die berühmte Genetikerin Nicole Stierli eine Promotionsstelle an ihrem Institut anbietet, erfüllt sich ein Kindheitstraum. Auf seiner ersten Konferenz lernt er eine Journalistin kennen, die geheimnisvolle Valérie. Doch dann wird Valérie vor seinen Augen ermordet, der Traum gerät zum Albtraum. Leon hat eine einzige Spur: den Namen Tartarus. Als die offiziellen Ermittlungen stocken, beginnt er, auf eigene Faust zu recherchieren – und gelangt in eine Welt, in der jedes falsche Wort den Tod bedeuten kann. Bald steht mehr als nur sein eigenes Leben auf dem Spiel. Leon muss sich entscheiden: Wie weit will er gehen, um seinen Glauben an die Wissenschaft zu retten?

Der junge Autor Lucas Fassnacht schreibt frisch von der Leber weg und führt uns zügig in die heutige Welt der Lifesciences. Es ist die Rede von molekularen Techniken zur gezielten Veränderung des Erbgutes, von Risikoanalysen zur Freisetzung genetisch modifizierter Organismen, von entsprechenden digitalen Modellen, von automatisierten Sequenziertechniken des Erbguts und von gefährlichen Biowaffen – ein bunter Strauss aus den modernen Biowissenschaften eben, eingebettet in einen recht sprunghaft daherkommenden Plot mit fast ununterbrochen sich aneinander reihenden filmreifen Aktionen, inklusive Schusswechseln an diversen Spielorten, Verfolgungsjagten per Auto und Motorrad, einer Schiffreise auf eine einsame Insel bei Honolulu und schliesslich einem Flug per Privetjet zurück nach England. Wir lesen eine äusserst unterhaltsame, barock ausufernde Story mit vielen Playern: Ein globaler Agrokonzern, NGOs, Wissenschafter, Geheimdienste, ein spleeniger Milliardär mit hübscher Tochter. Kurz: Wissen als Macht in der globalisierten Welt, in der das Militär sich dieses zu Nutzen machen will. Stichwort Biowaffen. Schön dabei sein zu dürfen bei diesem Hühnerhaut erzeugenden Machtpoker. Dranbleiben und Buch nicht aus der Hand legen!

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«Tartarus» von Lucas Fassnacht
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Buch­rezension von Sandra

«Eine geheime Liebe und ihre verheerenden Folgen.»

Sommer 1932: Die 24-jährige Karin verliebt sich in den jungen Schriftsteller Olof. Aber es gibt ein Problem: Karin ist mit Sven verheiratet, einem stürmischen, hochrangigen Schriftsteller mit einer grausamen Ader. Wird sie es wagen, ihren Mann verlassen und ein anderes Leben mit ihrer neu entdeckten Liebe beginnen? 68 Jahre später fragt sich Karins Enkel Alex, Autor und dreifacher Vater, warum er eine so tiefe Wut in sich trägt; eine Wut, die seinen Kindern Angst macht und eine Kluft zwischen ihm und seiner Frau schafft. Auf der Suche nach Antworten stößt er auf die Geschichte zweier unglücklich Liebender, die zeigt, wie Leidenschaft, Eifersucht und Wut über Jahrzehnte und Generationen hinweg Wogen schlagen können.

Wieder ein hervorragender Alex Schulman! Eine ergreifende, wenn auch todtraurige Liebegeschichte basierend auf der Geschichte seiner Grosseltern und wie schon beim ersten Buch des Autors, liest man sich in ein dunkles Kapitel seiner Familie. Meisterlich beherrscht der Autor den Mix aus dokumentarischer Recherche und poetischer Liebesgeschichte und erzählt dabei so spannend und fesselnd, dass man das Buch nicht mehr aus den Händen legen kann und auch nie mehr vergessen wird. Schulman zeigt, wie tief ein Unglück sich über Generationen fortschreiben kann, aber er zeigt auch auf, dass es Wege gibt, es hinter sich zu lassen. Lesenlesenlesen!

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«Verbrenn all meine Briefe» von Alex Schulman
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Buch­rezension von Carolin

«Über die Liebe und Ihre Umwege.»

Vom ersten Moment an wissen Clara und Elias, dass sie füreinander bestimmt sind. Damit ändert sich alles: Elias kann nicht länger verdrängen, dass er mit seiner Freundin in einem falschen Leben steckt. Und für Clara wird es Zeit, das Alleinsein aufzugeben. Auf das wilde Glück der Anfangszeit folgt die erste Bewährungsprobe, und die beiden zweifeln und kämpfen mit- und umeinander. Kann man, nicht mehr ganz jung und beladen mit Lebenserfahrung, noch einmal oder überhaupt zum ersten Mal die große Liebe finden?

Das ist ja zu schön um wahr zu sein: Clara und Elias verlieben sich frei nach dem Motto: wir konnten nicht anders und wir sind absolut füreinander bestimmt, egal was um uns herum war und wem wir zwangsläufig dabei weh tun – da muss die aufmerksame Leserschaft zunächst einmal leer schlucken, denn das liest sich doch einfach viel zu perfekt! Doch Ewald Arenz wäre nicht Ewald Arenz, wenn er mit seiner feinen Sprache und seinem direkten, gefühlvollen Dahinterschauen, nicht sanft und souverän die Kurve von der vermeintlichen Kitschromanzenlektüre zum Roman aus dem wahren Leben und Lieben, kratzen würde – ich habe dieses Buch in einer langen Lesenacht ausgelesen und glaube mit dem Autor zusammen an die Liebe – auch an miesen Tagen.
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«Die Liebe an miesen Tagen» von Ewald Arenz
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Buch­rezension von Urs

«Ein spannendes Verwirrspiel um Ideenklau im fast undurchdringlichen Lügendschungel etablierter Kulturkreise und dem Versuch einer Rache.»

Fjällbacka wird kurz hintereinander von zwei Verbrechen erschüttert. Ein berühmter Fotograf wird brutal in einer Kunstgalerie ermordet und auf die Familie des erfolgreichen Schriftstellers Henning Bauer ein Anschlag verübt. Die Ermittlungen von Kommissar Patrik Hedström und seinem Team laufen ins Leere. Doch Erica Falck, die gerade einen Mordfall im Stockholm der Achtzigerjahre recherchiert, stellt plötzlich eine Verbindung zur Gegenwart her. Und zu Patriks Fall. Denn eiskalte Lügen hallen lange nach.

Camilla Läckberg, die bekannte schwedische Krimiautorin, breitet das zahlreiche Personal, dem in diesem Krimi eine Rolle zukommt mit vielen Details vor unseren Augen aus. Wir folgen ihr aufmerksam, um die vielen persönlichen Verknüpfungen zu memorieren, denn das ist wichtig, um den komplexen Ereignissen um eine obskure Vereinigung erfolgreicher schwedischer Kulturschaffender folgen zu können. Eine besondere Rolle spielt die Transfrau Lola, ihre Freundschaft zu dem Fotografen Rolf Stenklo, ihr Leben als Teil der LGBT-Community und eine geheimnisvolle Schuld, welche der Fotograf Stenklo thematisieren wollte. Die sorgfältig aufgefächerte Geschichte führt nach weiteren Toten in einen sich immer wilder drehenden Strudel mit einem völlig unerwarteten Ausgang. Auch – oder gerade – für Cis-Männer und -Frauen ein durchaus lesenswerter, zu guter Letzt sehr spannender Schwedenkrimi!

 

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«Kuckuckskinder» von Camilla Läckberg
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Buch­rezension von Carolin

«Die Geschichte einer grossen Befreiung. »

Lios Körper ist ihr Albtraum, daran ändert auch ihr Freund Max nichts. Als sie ungeplant schwanger wird, starrt sie nicht nur fassungslos auf den positiven Test, weil jemand wie sie doch gar nicht schwanger werden kann, sondern auch auf das Ende einer mühsam erarbeiteten Normalität. Sie ist unfähig, Max von der Schwangerschaft zu erzählen, und genauso unfähig, diese zu beenden. Während das Kind in Lios Bauch wächst, prasseln Erinnerungen auf sie ein: an ihre kalte Mutter, ihren hilflosen Vater und an all das andere, das sie für immer vergessen wollte. Zum ersten Mal stellt sie sich ihrer Vergangenheit – und riskiert damit, dass alles zusammenbricht.
Scharfsinnig, berührend und hochkomisch zugleich erzählt Caroline Schmitt von versehrten Körpern und Seelen, von der Kompliziertheit der Liebe und der großen Sprachlosigkeit, die alles umgibt. Vor allem aber erzählt sie die Geschichte einer großen Befreiung.

«Vor drei Monaten war ich sicher, dass ich nicht schwanger werden konnte. Dann war ich sicher, dass der Abbruch erfolgreich gewesen und ich in meinem Körper wieder allein war. Ich lag in beiden Fällen daneben.»

Völlig braunäugig habe ich zu dieser Lektüre gegriffen: eine mir völlig unbekannte, junge Schriftstellerin mit ihrem Erstlingswerk und sie hat mich damit- im Positiven-  total umgehauen. Im Roman geht es um Beziehungen und einhergehende Bindungen, gelebte Verbindungen, unverarbeitete, tief vergrabene Traumata aus der Kindheit und Jugend, Partnerschaften mit Mitte/Ende Zwanzig. Es geht darum sich den Lebensweichen klar und bewusst zu werden und dabei sich seinem Wert und seiner Art am Ende treu zu sein und zu bleiben. Trotz der Themenschwere liest sich das unglaublich sprachstark und dabei leichtfüssig, im Detail sehr komisch, aus der Perspektive der Hauptprotagonistin Lio ehrlich, feinstimmig und mutig erzählt, diesen so prägenden Lebensabschnitt von Lio, der alles auf Anders kommen lässt. Ich wünsche dieser Autorin viele Leser:innen und schneide mir eine Stück Selbstwert von der, zu mir gesehen, 20 Jahre jüngeren Lio ab. Ein kleines, wuchtig feines Lesehighlight für mich in diesem Lesewinter. 

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«Liebewesen» von Caroline Schmitt
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Buch­rezension von Sandra

«Ein ehrliches und menschenfreundliches Buch über ein Schriftstellerleben, das schöne Lesestunden beschert.»

Frühmorgens bricht ein junger Mann mit dem Fahrrad in die Straßen der Stadt auf. Was er dort tut, bleibt sein Geheimnis. Zerschunden und müde kehrt er zurück. Und oft ist er glücklich. Jahrzehntelang hat Arno Geiger ein Doppelleben geführt. Jetzt erzählt er davon, pointiert, auch voller Witz und mit großer Offenheit. Wie er Dinge tat, die andere unterlassen. Wie gewunden, schmerzhaft und überraschend Lebenswege sein können, auch der Weg zur großen Liebe. Wie er als Schriftsteller gegen eine Mauer rannte, bevor der Erfolg kam. Und von der wachsenden Sorge um die Eltern. Ein Buch voller Lebens- und Straßenerfahrung, voller Menschenkenntnis, Liebe und Trauer.

Arno Geiger macht kein Geheimnis aus seinem glücklichen Geheimnis. Unverkrampft und offen schreibt und denkt er nach über seinen anfangs schambehafteten Sammlertick, dem er 25 Jahre in seinen Anfängen als Schriftsteller auf den Strassen Wiens nachgegangen ist. Wir folgen ihm sehr gerne auf seinen Touren und begleiten seine Gedanken in denen er sehr persönlich, ohne Pathos und zuweilen humorvoll über sein Leben sinniert. Wir lesen, wie er vom Leser zum Schriftsteller geworden ist, über seine Beziehungen zu Frauen oder zu seinen Eltern. Ich habe ein sehr ehrliches und ein auch fein humorvolles Buch gelesen, das mich sehr berührt hat.

 

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«Das glückliche Geheimnis» von Arno Geiger
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Buch­rezension von Daniela

«Ein Buch wie das Leben selbst.»

In einem Dorf mit erbarmungslosem Föhn, rund um eine lokale Tradition, ein gemeinschaftliches Chabis- und Schaffleischkochen, bringen sich die Dorfbewohner:innen in Position, verschweigen einander Wesentliches, versichern sich ihrer Identität und verwahren sich mehr oder minder erfolgreich gegen Neues. Gemeinsam der Unbill und der Schönheit des Wetterphänomens ausgeliefert, kommt es zu Verschiebungen in der dörflichen Familienaufstellung, zu Reibungen, Neuanordnungen und einem Knall. Bei Föhn ist es unmöglich, durchs Leben zu schleichen. Sobald jemand ein Fenster öffnet, knallt irgendwo eine Tür. Der Föhn wirbelt alles und alle durcheinander. Und wenn er zusammenfällt, dann regnet es so, dass man die Berge nicht mehr sieht. Erschöpfung breitet sich aus. Die Bäume und Einwohner sind froh, dass niemand mehr an ihnen zerrt.»So ist es eben« erzählt von der Macht der Natur und von Gianna, die sich widersetzt. Davon, wie alles zusammenhängt, von wohin die Schuhspitzen zeigen über den Wind hinaus bis zu den schiefhängenden Kupferstichen im Trauungszimmer. Vom Zögern und vom Anlaufnehmen, kurz bevor das Leben die Richtung ändert.

Nöelle Gogniat beschreibt die Dorfbewohner:Innen in unglaublicher Sprache und ich habe mich köstlich amüsiert einmal ein Buch zu lesen, das so gewöhnlich und doch so speziell, unterhaltsam und aus dem Leben gegriffen ist. Ein wunderbares Lesevergnügen!

 

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«So ist es eben » von Noëlle Gogniat
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Buch­rezension von Larissa

«Eine packende Fantasy-Geschichte, die einem mitfühlen lässt.»

 

Als die junge Hexe Emilia ihre Zwillingsschwester Vittoria ermordet vorfindet, bricht für sie eine Welt zusammen. Zutiefst schockiert will sie Rache üben – koste es, was es wolle. Selbst wenn sie dafür verbotene dunkle Magie einsetzen muss, die sie in die Gefahr bringt, von Hexenjägern enttarnt zu werden. Auf ihrer Suche nach dem Mörder trifft Emilia auf Wrath, einen der sieben dämonischen Höllenfürsten, vor denen sie von klein auf gewarnt wurde. Wrath behauptet, auf Emilias Seite zu stehen. Doch kann man einem leibhaftigen Höllenfürsten trauen, selbst wenn er noch so gut aussieht?

Ein mitreissender Auftakt für eine spannende Fantasy-Reihe. Man fiebert vom Anfang bis zum Schluss mit wer jetzt der Mörder ist und wem man vertrauen kann und wem eben nicht. Ich kann es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen!

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«Kingdom of the Wicked - Der Fürst des Zorns » von Kerri Maniscalo
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Buch­rezension von Urs

«Für Liebhaber von vertrackten Psychothrillern, Roadmovies und Cineasten »

1991. George W. Bush sitzt im Weißen Haus, im Kassettendeck läuft Nirvana, und die filmbegeisterte Studentin Charlie fährt mit einem Mann durch die Nacht, der vielleicht ein Serienkiller ist. Es war nur eine Mitfahrgelegenheit. Josh behauptet, er wolle zu seinem kranken Vater in Ohio. Aber etwas stimmt nicht an seiner Geschichte. Während sie über leere, dunkle Highways fahren, steigt in Charlie ein furchtbarer Verdacht auf. Ist es möglich, dass Josh der Campus-Killer ist, der ihre beste Freundin ermordet hat? Sie kann nicht weg, Hilfe holen ist unmöglich. Sie ist gefangen.

Riley Sager, non de plume des bekannten US-amerikanischen Thriller-Autors Todd Ritter, schreibt kurze prägnante Sätze., mit denen er starke Bilder vor unserem inneren Auge zu evozieren vermag – schliesslich spielen allseits bekannt Filme eine Hauptrolle in der süffigen Story. So folgen wir gerne dem literarischen Roadmovie von New Jersey nach Ohio. Lernen Charlies Geschichte kennen, die vor einiger Zeit beide Eltern bei einem Autounfall und vor kurzem Maddy, ihre beste Freundin, verlor, hören von ihren Schuldgefühlen bezüglich Maddys Tod und erfahren über ihre Flucht vor der Realität in die Welt des Films und ihren damit zusammenhängenden Schwierigkeiten letztere ungetrübt wahrzunehmen. Und natürlich verfolgen wir bis zum Äussersten gespannt dieser Fahrt der schutzlosen Charlie durch die Novembernacht an der Seite des unbekannten Josh. Verbirgt er etwas? Was hat er im Sinn? Unheimlich, sehr berührend und immens spannend: Kann Charlie sich selbst helfen oder ihr Freund, der ihr nach Empfang eines Notrufsignals folgt? An ein Aufhören mit der Lektüre ist längst nicht mehr zu denken!!! Nur so viel zum Ausgang der Geschichte: Am Schluss überstürzen sich die Ereignisse zu einem turbulenten, völlig überraschenden Finale mit einem wunderschönen, augenzwinkernden Happy End. Wenn das keine Leseempfehlung ist!

 

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«Nacht der Angst» von Riley Sager
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Buch­rezension von Daniela

«Ein fesselndes Psychogramm vor der schönen Kulisse der Schweizer Bergwelt.»

Eine Frau. Fünf Männer. Sechs einander fremde Menschen, brechen zu einer mehrtägigen Skidurchquerung in den Schweizer Alpen auf. Eine Woche, in der die Tourenteilnehmer aufeinander angewiesen sind und sich zwangsläufig sehr nahekommen. Die Erzählerin wird mit ihrer Angst, die Kontrolle abzugeben, konfrontiert, und mit den Erwartungen der anderen.  Acht Tage, in denen der Erzählerin ihre Außenseiterrolle mehr und mehr bewusst wird – als einzige Frau in einer Gruppe alpiner Abenteurer, die sich notgedrungen sehr nahekommen, die gemeinsam auf verlassenen Berghütten übernachten und vom Moment ihres Aufbruchs an einander ausgeliefert sind. Die Sorge, die eigenen Fähigkeiten überschätzt zu haben, ist so allgegenwärtig wie die Gefahr von Schneestürmen und Lawinenabgängen. Die Gruppe harmoniert nicht, und intuitiv richtet sich die Aufmerksamkeit der Erzählerin auf denjenigen, der die Fäden in der Hand zu halten scheint: den Leiter der Gruppe, ihren Bergführer. Dann bringt ein Lawinenabgang Bewegung in das fragile Gruppengefüge.

Die Sprache von Silke Stamm, der Rhythmus, die Spannung und das Tempo sind enorm und die Verdichtung brilliant. Man ist den Gefühlen, den Anforderungen und den Herausforderungen unglaublich nahe beim Lesen. Kraftvoll und elegant der Sprache zu lauschen, ein Dahingleiten wie auf Skiern.

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«Hohe Berge» von Silke Stamm
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