Veranstaltungen.

Lesung Eveline Hasler - Tochter des Geldes

Mittwoch, 8. Mai 2019
20.00 Uhr

Die Lesung findet in der Buchhandlung statt. Türöffnung 19.30 Uhr

Reservationen sind ab April möglich.



©Ayse Yavas

Als Eveline Hasler in den 80er-Jahren in die DDR reist, hört sie durch Irmtraud Morgner den Namen Mentona Moser zum ersten Mal. Aus unermesslich reichem Haus stammend, Sozialrevolutionärin und frühe Feministin, hat sie die europäische Welt des 20. Jahrhunderts bewegt - und wurde vergessen. Eveline Hasler, mit ihrer wunderbaren Unmittelbarkeit des Erzählens, spürt diesem Ausnahmeleben einer Unbeugsamen nach und zeichnet ein eindringliches, intimes Porträt. Ein Platz im kollektiven Gedächtnis Europas ist Mentona Moser nun endlich gewiss.

Eveline Hasler, geboren in Glarus, lebt im Tessin. Bei Nagel & Kimche erschienen zuletzt die Romane "Mit dem letzten Schiff" (2013) und "Stürmische Jahre" (2015) und ein weiterer Band mit dem Engel Eloisius "Tag der offenen Tür im Himmel" (2017).

Das Buch erscheint im März 2019 bei Nagel & Kimche Verlag

Kinder-Lesung mit Katja Alves 

Mittwoch, 15. Mai 2019
ab 14.30 Uhr 

Die Lesung findet im Goethekeller (visavis Buchhandlung) statt.

Vier Mädchen - zehn Bände und jede Menge Spass!
Die Zürcher Kinderbuch-Autorin Katja Alves liest aus dem neusten Band ihrer erfolgreichen Reihe Der Muffin-Club - "Vier Freundinnen auf dem Reiterhof." 

Für Kinder ab 5 Jahren (mit Begleitung) bis 12 Jahre
Eintritt frei, ohne Anmeldung 

Diese Lesung findet in Kooperation mit dem Eltern-Kind-Zentrum Stäfa statt. 

©Alexander Stertzik

Lesung Dominic Oppliger - acht schtumpfo züri empfernt

Donnerstag, 20. Juni 2019
20.00 Uhr 

Die Lesung findet in der Buchhandlung statt. Türöffnung 19.30 Uhr

Reservationen sind ab Mai möglich.

"Beim Zürcher Schlagzeuger Dominic Oppliger verwandelt sich die Sprache in eine Musik mit ganz eigenem Rhythmus – er selbst ist ihr bester Interpret." Der Landbote, 16. Mai 2018

Ein junger Mann steht vor dem Bahnhof einer Weltstadt, "acht schtumpfo züri empfernt", und wartet auf seine Freundin, "traffi", die er seit fünf Monaten nicht mehr gesehen hat. Und er denkt zurück, wie sie aneinander und auseinander geraten sind, und wie ähnlich zwei andere Frauen in seinem Leben auf- und weggetaucht sind, "tlena" und "zonnia", aber auch Männer wie Mohammed, der Papierlose, der im "usschaffixgfängnis" landet, oder "joschi", der beste Freund "us sankaschteziite unkindergarte", oder Jonas Geissberger, der "zimmli bekannti schriftschteller". Und in all diesen Begegnungen tauchen immer wieder "diä füolette hose / winen rote fade" auf, das Dingsymbol einer Novelle. Und novellenhaft rahmen auch das Warten auf "traffi" und ihr Auftreten zum Schluss alle Geschichten ein.

Über die Novelle hinaus ist dieser Text auch ein Blues, melancholisch und beschwingt zugleich. Die fortreihenden "und" geben dem Lied einen insistierenden Rhythmus und die jede grammatische und orthografische Regel sprengende phonetische Graphie macht den Text zur Partitur, deren ungewohnte Buchstabenfolgen uns mit den Klängen und den Rhythmen zugleich auch das Timbre der zürchdeutschen Laute hören lassen. Dominic Oppliger bleibt mit dieser kühnen Graphie Musiker und Performer und bietet, weil er ausserhalb aller Konventionen so schreibt, wie er spricht, spoken script in Reinkultur. 

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Dominic Oppliger (*1983 in Schlieren), Autor und Musiker, lebt in Zürich. Ab 2005 Schlagzeuger in verschiedenen Formationen. Mehrere Veröffentlichungen unter dem Namen Doomenfels (u.a. die Mundart-LPs Epilog, 2013 und Moniker, 2014). Daneben Arbeit in Bars, im Sozialbereich, bei der Kehrrichtentsorgung und zuletzt sieben Jahre als Gärtner. 2014-2017 Studium im Master Transdisziplinarität an der Zürcher Hochschule der Künste. Im April 2018 erschien die Mundart-Novelle acht schtumpfo züri empfernt in der edition spoken script des Verlags Der gesunde Menschenversand.